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Herz aus Glas

Mensch - Herz aus Glas

Ich bin nicht aus Beton und an mir kann man sich auch nicht abarbeiten. Ich bin genauso sensibel wie jeder Mensch. Wir sind Seelen und leicht verwundbar. Ich möchte mich nicht schützen vor Menschen, die das nicht erkennen und sich nicht verletzlich zeigen wollen und können. Ganz tief in uns hat jeder Mensch ein Herz aus Glas, das nicht zerbrechen möchte.

Wir Menschheitsfamilie sind auf dem Scheideweg. Wir haben die Wahl zwischen Liebe und Angst. Ich habe mich für Liebe entschieden. Ich habe keine Angst mehr, weder vor der Zukunft noch vor dem Tod noch vor einer schweren Krankheit. In starken Momenten bin genau das, aber ich bin auch das Gegenteil. Das eine kann ohne das andere nicht existieren. Alles existiert nur mit dem Gegenpol. Liebe gäbe es ohne Hass nicht, Mut nicht ohne Angst, Freude nicht ohne Traurigkeit.

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Unsere Reise durch Südostasien – Teil 2

Vietnam Ho Chi Minh Hotel

Unsere vierwöchige Reise durch Vietnam war für uns die perfekte Wahl nach drei Monaten in Thailand. Wir lieben die Natur, Kultur und die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen. Auf der Straße waren wir regelmäßig verwirrt, wenn uns Menschen einfach angesprochen haben, weil wir westlich aussehen. Sie waren interessiert an unserer Geschichte und wir hatten unglaublich viele wirklich nette Gespräche mit Einheimischen, die mit uns spazieren gegangen sind oder uns zum Supermarkt begleitet haben, anstatt uns nur den Weg zu erklären. Nach Sri Lanka für uns ein positiver Kulturschock, denn dort wirst du durch die entsetzliche Armut der Menschen oftmals nur als laufendes und helfendes Portemonnaie angesehen. Tiefe Bosheit steckt nicht dahinter, nur der Wunsch, teilzuhaben an deinem „Reichtum“. Du giltst in sehr vielen Ländern dieser Welt als reich, weil du reisen kannst. Wahrscheinlich liegen sie damit richtig, aber es ist eine andere Sicht und würde hier den Rahmen sprengen und die Tatsache, dass wir low-budget-langzeit-reisen, sorgt natürlich dafür, dass wir die meisten teuren Angebote ablehnen.

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Gedanken zum Wandel unserer Gesellschaft

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Ich liebe Diskussionen mit offenem Ende. Ich freue mich über Gespräche, bei denen ich etwas lernen kann. Es gab eine Zeit, in der das anders war. Ich war zu müde, konnte mich nicht aufraffen und habe meinen müden Kopf lieber auf ein schönes, kühles Kissen gebettet und mich berieseln lassen. Das mag ich allerdings nach wie vor, aber diese Berieselung ist nicht mehr flach und lässt mich nicht abstumpfen.

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Unsere Reise durch Südostasien – Teil 1

Thailand_Reise_Roller

Wir sind Ende Oktober 2017 in ein riesiges Abenteuer gestartet und es hat uns acht Monate durch Höhen und Tiefen geruckelt. Am Ende sind wir noch dieselben und irgendwie total verändert.

Wie kann das sein?

Mit Backpacks standen wir ziemlich schwer beladen in Bremen am Bahnhof und wurden von unseren Liebsten verabschiedet. Die Stimmung war durchwachsen, es gabt Zweifel an der Idee die Welt zu erkunden, was wir absolut nachvollziehen können. Wir reisen nicht nur zu zweit, sondern mit drei Kindern und ohne jegliche Ängste vor den Konsequenzen. Weil wir ziemlich empathisch sind, fühlen wir, was in unserem Gegenüber vor sich geht, aber es ändert nicht unsere Pläne, die Welt und uns einen Quantensprung nach vorne zu hieven.
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Unsere Würde ist unantastbar

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Neue Eindrücke und Perspektiven eröffnen uns einen Horizont, der früher unvorstellbar war. Was passiert mit uns, während wir uns immer weiter von Deutschland entfernen und in andere Kulturen eintauchen?

Wir sind seit acht Monaten auf Reisen, jeden Tag 24 Stunden zusammen. Jeder nimmt sich immer mal zwischendurch seine Zeit für sich, sei es in der Badewanne, am Strand oder mit einer Freundin/Freund zu zweit unterwegs. Wir treffen überall Gleichgesinnte und es fühlt sich jeden Tag richtiger an was wir tun, und dann telefonieren wir mit Deutschland und fühlen uns schuldig, weil wir nicht mehr da sind, sondern hier. Ja, wir bekennen uns schuldig dafür zu leben, einfach in den Tag hinein und wieder raus und in den nächsten.

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Die Wiederentdeckung der Weiblichkeit

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Wir leben seit über zwei Monaten auf Koh Phangan in Thailand. Jedes Jahr überwintern Familien aus Nordeuropa in Ländern mit Sonnengarantie. Beliebte Hotspots sind Portugal, Thailand oder die Kanaren. Es findet ein Umdenken statt, viele sind Querdenker, Freilerner, Homeschooler, Unschooler oder einfach in Elternzeit, machen ein Sabbatical oder gucken im Urlaub wie die „anderen“ so ticken.

Bei uns hat sich in der Gemeinschaft ein Frauenkreis gebildet, bei dem sich alle Mamis gegenseitig den Raum geben, über ihre Themen zu sprechen. Wie ein roter Faden durchzieht ein Thema alle Gesprächsrunden: „Wir möchten über innere Heilung in unsere Weiblichkeit zurückfinden.“

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Thailand, Küche, Instagram und Leserkommentar

Koh_Phangan_Sonne_Strand

Aktuell halten wir uns in Thailand auf der wunderschönen Insel Koh Phangan auf. Wir verfügen über keine Küche und kochen dennoch. Dafür benötigen wir einen elektrischen Wok und ein bisschen Geschirr.
Heute gibt es Kartoffeln mit Butter und Kräutersalz, dazu Sauerkraut und Linsensalat mit Morning Glory, Tomaten, Paprika und Cashewnüssen. Es schmeckt göttlich, während wir uns darauf besinnen, was wirklich wichtig ist im Leben. Für mich ist dies keine schicke Designerküche mehr, die mich über meinen nicht mehr händelbaren Stress im Alltag und die mangelnde Zeit mit meiner Familie hinweg getröstet hat.

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Warum unsere Kinder krank sein dürfen

Homöopathie

Vor etwas mehr als 12 Jahren wurde unsere erste Tochter geboren. Wir waren damals 28 und 29 Jahre alt und gerade mit dem Studium fertig bzw. mitten in der Diplomarbeit.

Wir waren damals bereits seit zehn Jahren ein Paar und wussten auch schon fast so lange, dass wir irgendwann gemeinsam Eltern werden. Ich war während der Schwangerschaft noch davon überzeugt, dass sich ein Baby in unseren Workaholic-Alltag (wir haben studiert und gearbeitet) einfügen wird. Natürlich kam es anders…

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Erste Eindrücke aus Bangkok

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Unser erster Mal Südostasien

Um es vorauszuschicken, wir haben uns mit unserer ersten Destination Bangkok überhaupt nicht auseinandergesetzt. Ja, wir konnten einigermaßen zielgenau mit dem Finger auf der Landkarte aufzeigen, wo wir denn nach knapp 11 Stunden Über-Nacht-Flug von Köln aus landen würden, vielmehr wussten wir allerdings nicht. Wir möchten uns die Spannung nicht nehmen lassen, selbst entdecken, das Gesehene, Gerochene und Gehörte wirken lassen, ohne vorher einen großen Filter vor unsere Gedanken, Bedenken und Überlegungen geschraubt zu haben. Was haben wir davon, wenn wir vorher bereits mittels Google Maps und Streetview jede Straßenecke, jeden Laden oder Nachtmarkt bereits virtuell besucht haben. Nein, das bereitet uns keinen Spaß. Wir hatten nicht einmal thailändische Baht in der Tasche, einen ATM Geldautomaten würde es am Flughafen schon geben (Gebühren, wie bisher überall – 220 Baht, die Höhe des Betrages ist nicht entscheidend). Wir wussten nicht, wie ein Visa on arrival ausgefüllt wird, wie diese Prozedur am Flughafen ablaufen würde. Wir haben einfach darauf vertraut, dass uns unser Verstand und unsere Empathie für die Umwelt den richtigen Weg zeigen würden. Insofern waren wir auch zu keinem Moment des Starts unserer Weltreise aufgeregt, wir empfanden Freude und waren gespannt und offen für das, was uns erwarten würde.

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