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Gedankenkarussel

Seit Tagen sitze ich im Gedankenkarussel. Keine Struktur im Inneren möglich. Deshalb schaffe ich sie mir im Außen. Der Tag beginnt mit Sport um acht, Selleriesaft und Smoothie-Bowl, Hausarbeit und Lernzeit. Eigentlich ist mein Leben wunderbar, aber ich fühle mich getrieben von meinem Inneren. Ich möchte reisen, frei sein, keine Stagnation mehr. Müde, unendlich müde, weil ich seit vielen Jahren vor dem, was gerade auf der Welt passiert, warne. Ich weiß, dass jeder sein eigenes Tempo hat, jeder seinen Seelenplan. Aber dieses hypnotische Desinteresse haut mich völlig aus der Bahn. Sie laufen sehenden Auges und in Massen ins Verderben. Das Ausmaß des Dramas ist eigentlich nicht übersehbar. Man stolpert seit Jahren permanent über Filme, Dokumentationen, Interviews, Hinweise ohne Ende. Wie kann man darüber lachend hinwegtrampeln und sagen, dass es einen nicht betrifft? Diese unsägliche Naivität hat weltweite Auswirkungen auf ganze Länder, die aufgrund unberechtigter Maßnahmen ohne jede Beweislast in sich zusammenbrechen. Ich schreibe seit Jahren, diskutiere mit allen Menschen, deren Geist noch nicht abgestumpft ist. Nehme mir täglich unzählige Stunden Zeit für bis dahin Unbekannte, weil das Leben sie in mein Feld gewürfelt hat. Dankbarkeit ist mein Lohn und das Wissen um die universellen Gesetze. Alles findet seinen Ausgleich. Im Gegenzug dazu finde ich Menschen, die mir noch was beibringen können, wenn ich in meinem Gedankenkarussel festhänge.

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